Evangelisch-Lutherische
Kirchengemeinde Fockbek

Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland

 
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Teil 5 - Aus der kirchlichen Geschichte Fockbeks

Die Christkirche

In der Zeit von 1701 bis zur Eigenständigkeit Fockbeks als eigene Kirchengemeinde war die Christkirche Fockbeks Kirche.

Der kreuzförmige Bau ist mit Spitzbogenfenstern und einem vierkantigen Westturm mit Zeltdach und Laterne versehen. Dieser Turm durfte nicht über die Befestigungsanlagen hinausragen, um möglichen Belagerern keinen Zielpunkt zu geben. Die beiden gleich langen, kreuzförmig angeordneten Hallen mit ihrem hölzernen Tonnengewölbe sind im Inneren einfach gehalten. Mit den umlaufenden Emporen sollte die Kirche bis zu 2.000 Personen Platz bieten und war damit lange Zeit der größte Versammlungsraum Rendsburgs. Die Bauarbeiten gingen zunächst schleppend voran, bis die weitere Durchführung 1698 dem Baumeister Pelli übertragen wurde. Die Baumaterialien stammten zum Teil von dem 1691 abgebrochenen, dem König gehörenden Schloss in Haale und von der abgebrochenen Kampener Kirche (Teil 2).

Die Orgel stammt von dem bekannten Orgelbauer Arp Schnitger. Sie wurde nach mehreren Umbauten 1973 von dem Berliner Orgelbauer Schuke durch eine modernere und größere ersetzt, wobei das Äußere erhalten blieb.

Als ein charakteristischer Teil der Kirche ist der 1708 eingebaute Königsstuhl anzusehen, unter dem sich noch eine Loge für Generalsuperintendent (Propst), Amtmann und Kommandant befindet. Hier sind die Wappen Friedrichs des IV, seiner Frau - einer Prinzessin aus der Linie Mecklenburg-Güstrow - und die Wappen von Island, Gotland, Ösel und Grönland angebracht, die damals zum Königreich Dänemark gehörten.

Es sind keine Belege darüber vorhanden, in welchem Umfang die Fockbeker zum sonntäglichen Gottesdienst in der Christkirche erschienen sind. Wer es sich leisten konnte, fuhr mit Pferd und Wagen, die anderen mussten zu Fuß gehen. Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen fanden in der Regel zu Hause in Fockbek statt, die Konfirmationen in der Christkirche. Die Begräbnisplätze auf dem Kirchhof der Christkirche mussten bezahlt werden. Es war erforderlich, einen zusätzlichen Begräbnisplatz in Fockbek zu finden, um die Einwohner Fockbeks beerdigen zu können, die sich einen Begräbnisplatz an der Christkirche nicht leisten konnten.

Quellen:
Hans Grützner, Chronik des Ev.-Luth. Kirchenkreises Rendsburg, 1994
Edward Hoop, Geschichte der Stadt Rendsburg, 1989

Helmut Schumacher
Vorsitzender des Kirchengemeinderates

Aus der kirchlichen Geschichte Fockbeks

Teil 1
Sagenhaftes vom Kamp


Teil 2
Die Kampener Kirche


Teil 3
Das Provisorium


Teil 4
Der gescheiterte Kirchbau


Teil 5
Die Christkirche


Teil 6
Der Armenfriedhof


Teil 7
Der Pestfriedhof


Teil 8
Das Regulativ