Evangelisch-Lutherische
Kirchengemeinde Fockbek

Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland

 
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Teil 4 - Aus der kirchlichen Geschichte Fockbeks

Der gescheiterte Kirchbau

Um 1700 hatten die Fockbeker das Baumaterial für den Kirchneubau auf dem Stakerberg bereits besorgt; auch die Baugenehmigung lag bereits vor (Teil 3).

Da wandten sich die Einwohner Nübbels und Rendsburgs an die königliche Regierung in Kopenhagen.

Die Nübbler zogen die Einpfarrung in die neu zu errichtende Christkirche vor, da sie mit kostenlosen Kirchständen (reservierte Kirchenbänke) und Begräbnisplätzen rechneten. Sie befürworteten den Kirchneubau in Fockbek nicht.

Die Rendsburger fürchteten, dass eine Kirche in Fockbek Handwerker, Krämer und Brauer anziehen könnte und die mit großem (auch finanziellem) Aufwand gebaute Christkirche und der ganze neue Stadtteil Neuwerk nicht ausgelastet wäre. Auch wegen der geringen Entfernung bestünde überhaupt kein Anlass für einen Kirchbau in Fockbek. Bürgermeister und Rat der Stadt Rendsburg wiesen darauf hin, dass der Fockbeker Bauernvogt Jürgen Jürgens bei Beerdigungen in Fockbek schon das Brauwesen an sich gezogen habe. Auch die ehemalige Vorstadt Vinzier habe ständig an Bedeutung gewonnen, und zwar auf Kosten Rendsburgs. Dies könne sich in Fockbek wiederholen, weil "jeder lieber in einem freien Ort als in einer Festung eingeschlossen zu wohnen verlangt".

Die königliche Regierung ließ sich umstimmen; es kam zum Widerruf der bereits erteilten Genehmigung.

Die Fockbeker gehörten ab 1701 zur Neuwerker Landgemeinde der Christkirche; diese Kirche war in den Jahren 1695 bis 1700 errichtet worden.

Quellen:
Hans Schlothfeldt, Die Chronik von Fockbek, 1962
Edward Hoop, Geschichte der Stadt Rendsburg, 1989

Helmut Schumacher
Vorsitzender des Kirchengemeinderates

Aus der kirchlichen Geschichte Fockbeks

Teil 1
Sagenhaftes vom Kamp


Teil 2
Die Kampener Kirche


Teil 3
Das Provisorium


Teil 4
Der gescheiterte Kirchbau


Teil 5
Die Christkirche


Teil 6
Der Armenfriedhof


Teil 7
Der Pestfriedhof


Teil 8
Das Regulativ