Evangelisch-Lutherische
Kirchengemeinde Fockbek

Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland

 
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Teil 3 - Aus der kirchlichen Geschichte Fockbeks

Das Provisorium

Nach dem Abriss der Kampener Kirche (Teil 2) besannen sich die Fockbeker darauf, Gottesdienste im eigenen Ort abzuhalten. Dafür stellte der Kirchenälteste Peter Gosch sein Haus in der Großen Reihe 12, das weit von der Straße zurück lag, zur Verfügung. Wie das Haus um 1695 ausgesehen haben mag, verdeutlicht ein Blick auf Seite 29 des Buches Alt Fockbek von Erika Schwarzburg.

Die Einwohner Fockbeks wurden von Archidiakon Naaman Jessen von der Marienkirche in Rendsburg betreut, der später erster Pastor an der Christkirche werden sollte. Pastor Jessen führte die kirchlichen Handlungen auf der großen Diele im Hause vom Peter Gosch durch.

Die Fockbeker waren mit diesen Provisorium nicht zufrieden, wollten jedoch auch nicht Teil der neuen Christkirchengemeinde in Rendsburg werden. Sie hatten Planungen aufgenommen, eine eigene Kirche im Dorf zu bauen. Standort sollte - wie bei Kirchbauten üblich - der höchste Punkt des Dorfes werden, am Hohndoor auf dem Stakerberg. Die Bezeichnung Stakerberg lässt darauf schließen, dass am höchsten Punkt des Ortes vormals eine Befestigungsanlage vorhanden war, gesichert mit Palisaden (Staken = lange Stangen) oder/und Zäunen bzw. Hecken.

Man gewinnt heute einen Eindruck vom geplanten Standort, wenn man von der Uhr am Dorfplatz über die Bushaltestelle hinweg Richtung Schule blickt. Oberhalb der Häuser Rendsburger Straße 66 und 68 befindet sich dieses für den damaligen Kirchbau vorgesehene Grundstück.

Gut vorstellbar (allerdings ohne die jetzige Bebauung) ist dieser Kirchenstandort mit umliegendem terrassenförmig angelegtem Kirchhof, der sich wohl zu einem zentralen Punkt des Dorfes entwickelt hätte.

Die königliche Genehmigung aus Kopenhagen für die Errichtung der Kirche lag bereits vor; Baumaterialien waren herbeigeschafft worden.

In Teil 4 wird es um die Frage gehen, aus welchem Grunde diese Kirche nie gebaut wurde.

Quellen:
Edward Hoop, Geschichte der Stadt Rendsburg, 1989
Erika Schwarzburg, Alt Fockbek, 1981
Gespräch mit P. Pusch, Heimatverein Fockbek

Helmut Schumacher
Vorsitzender des Kirchengemeinderates

Aus der kirchlichen Geschichte Fockbeks

Teil 1
Sagenhaftes vom Kamp


Teil 2
Die Kampener Kirche


Teil 3
Das Provisorium


Teil 4
Der gescheiterte Kirchbau


Teil 5
Die Christkirche


Teil 6
Der Armenfriedhof


Teil 7
Der Pestfriedhof


Teil 8
Das Regulativ