Evangelisch-Lutherische
Kirchengemeinde Fockbek

Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland

 
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Teil 2 - Aus der kirchlichen Geschichte Fockbeks

Die Kampener Kirche

Die königlichen Dörfer Fockbek und Nübbel und das herzogliche Dorf Duvenstedt gehörten zur Zeit der Reformation zum Kirchspiel Kampen. Das Dorf Kampen lag auf dem Gebiet zwischen dem heutigen Grünen Kranz und der Lornsenstraße. Daran erinnert noch heute der Kampenweg in der Nähe des Altstädter Friedhofes. Kampen gehörte damals nicht zum Rendsburger Stadtgebiet, sondern war Nachbarort der Rendsburger Vorstadt Vinzier.

In Kampen stand seit dem 13. Jahrhundert eine Kirche, die etwa gleichzeitig mit der Rendsburger Marienkirche erbaut wurde und ebenfalls Marienkirche hieß. Auf alten Stadtansichten erkennt man eine Kirche mit rundem Steinturm und einem spitzen Turmdach. Man unterschied die beiden Marienkirchen durch den Zusatz "binnen Rendsborch" und "buten Rendsborch".

Die Kampener Kirche brannte 1593 ab und wurde an derselben Stelle neu errichtet. Ein hölzener Glockenturm kam erst 1667 dazu. Laut Kirchenrechnungsbuch von 1599 brachten die Einwohner Fockbeks neben Arbeitsleistungen 95 Taler für den Neubau auf. Die neue Kirche zeichnete sich vor allem durch die Arbeiten des Bildschnitzers Hans von Brunswik aus.

Nachdem die königliche Regierung später beschloss, die bereits ausgebaute Festung Rendsburg zu vergrößern, wurde der gesamte Ort Kampen abgebrochen, die Kirche im Jahre 1691. Der Standort der Kampener Kirche ist nicht sicher feststellbar. Überreste hat man bei Ausgrabungen am Schnittpunkt der Lornsen- und Adolfstraße gefunden. Möglicherweise handelt es sich aber auch um Grundmauern von Nebengebäuden, da die Kirche nach alten Stadtkarten dort lag, wo später auf der Nordseite der Lornsenstraße das Pastorat gebaut wurde (heute: Lornsenstraße Nr. 17).

Nach dem Abbruch der Kampener Kirche kamen König und Herzog überein, in Hohn eine neue Kirche zu errichten, und zwar für die dem Herzog unterstehenden Dörfer. Der hölzerne Kirchturm wurde niedergenommen und in Hohn wieder aufgebaut. Auch das Inventar der Kampener Marienkirche kam auf diesem Wege nach Hohn. Noch heute können z.B. das Triumph-Kreuz, die Altar-Leuchter und der Taufstein in der Hohner Kirche besichtigt werden, die auch heute noch den Namen Marienkirche trägt.

Für die Fockbeker stellte sich nach dem Abbruch der Kampener Kirche die Frage nach ihrer kirchlichen Zukunft.

Quellen:
Edward Hoop, Geschichte der Stadt Rendsburg, 1989
Hans Grützner, Chronik des Ev.-Luth. Kirchenkreises Rendsburg, 1994

Helmut Schumacher
Vorsitzender des Kirchengemeinderates

Aus der kirchlichen Geschichte Fockbeks

Teil 1
Sagenhaftes vom Kamp


Teil 2
Die Kampener Kirche


Teil 3
Das Provisorium


Teil 4
Der gescheiterte Kirchbau


Teil 5
Die Christkirche


Teil 6
Der Armenfriedhof


Teil 7
Der Pestfriedhof


Teil 8
Das Regulativ